Freitag, 3. Februar 2017

Festnahmen wegen Veruntreuung von EU-Geldern in Italien

Die italienische Polizei hat neun Verdächtige im Zusammenhang mit der Veruntreuung von EU-Geldern festgenommen, die für bedürftige Familien im Süden des Landes gedacht waren. Der Ring aus Staatsbeamten, Geschäftsleuten und Mitgliedern der kalabrischen 'Ndrangheta-Mafia habe 1,9 Millionen Euro über eine Stiftung an eine Firma weitergeleitet, haben die Behörden am Donnerstag mitgeteilt.



„Dieses abscheuliche Verbrechen wurde ohne jegliche Achtung für die Bedürfnisse der Benachteiligten begangen“, sagte Staatsanwältin Nicola Gratteri dem staatlichen Radiosender RAI News 24.


Den Verdächtigen wird unter anderem Amtsmissbrauch, Korruption, Veruntreuung und Erpressung vorgeworfen sowie Bedrohung einer Amtsperson mit Mafia-Methoden. Die Festnahmen fanden demnach in Kalabrien, Lazio, der Toskana und Venezien statt. Die Polizei beschlagnahmte eigenen Angaben zufolge Vermögen im Wert von rund zwei Millionen Euro.
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