Dienstag, 22. März 2016

Mafia-Skandal in Rom: Ex-Bürgermeister Alemanno vor Gericht

Im Mafia-Skandal um Korruption und organisiertes Verbrechen in Italiens Hauptstadt Rom beginnt der nächste Prozess. Ab Mittwoch (23. März) muss sich der frühere Bürgermeister Gianni Alemanno vor Gericht verantworten. 



Dem ehemaligen Parteifreund des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi werden Korruption und illegale Finanzierungen vorgeworfen. Das Verfahren ist nur eins von mehreren im Skandal um die Mafia Capitale, seit vergangenem November müssen sich in einem Maxi-Prozess 46 Angeklagte verantworten.

Der 58 Jahre alte Alemanno hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. «Ich habe ein reines Gewissen», erklärte er im vergangenen Jahr, als die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hatte. Er sei zuversichtlich, dass seine Unschuld im Prozess bewiesen werde. Der frühere Neofaschist Alemanno war 2008 als Kandidat von Berlusconis Partei PdL zum Bürgermeister gewählt worden und regierte bis 2013.

Der Politiker soll im Zusammenhang mit dem Mafia-Skandal in Rom unter anderem 125 000 Euro Bestechungsgeld angenommen haben. Die Mafia Capitale hatte vor knapp eineinhalb Jahren Italien erschüttert, als Ermittler die tiefen Verstrickungen zwischen Politikern, Unternehmern und dem organisierten Verbrechen in der Hauptstadt aufdeckten.
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