Freitag, 28. August 2015

Pforzheim - Waffen für die Mafia besorgt

Vor annähernd zwei Jahren schnappte die Polizei im Engelsbrander Ortsteil Grunbach einen 60-jährigen Mann einer mafiösen Organisation. Der Fall schien erledigt, wurde der Verbrecher doch kurz darauf nach Italien ausgeliefert, um in seinem Heimatland eine lange Haftstrafe abzusitzen. Doch am Donnerstag lebte das Geschehen im Pforzheimer Amtsgericht wieder auf. Bei einem ehemaligen Freund des abgeschobenen Mafioso hatte die Polizei in Birkenfeld vor einem Jahr bei einer Durchsuchung zwei Waffen und 500 Gramm Marihuana entdeckt. Ist der 33-jährige Italiener ebenfalls ein schwerer Junge?

Wollte er mit den Waffen Verbrechen verüben? Oder brauchte er Pistolen, um sich vor Racheaktionen der Mafia zu schützen, wie er dem Gericht erzählte? Die Ndrangheta in Kalabrien sei hinter ihm her, er habe zwei Waffen des früheren Freundes nicht gut versteckt. Er erhielt einen Drohbrief von ihm: Deshalb habe er zwei weitere Waffen zum eigenen Schutz besorgt.



Strafrichter Karl-Michael Walz tat sich schwer, ihm diese Version abzunehmen. Kurz vor dem Prozess hatte die Kriminalpolizei nach einem anonymen Anruf in seinem Garten eine Waffe gefunden. Am Donnerstag, ein paar Stunden vor der Verhandlung, übergab der Angeklagte der Kripo eine Schrotflinte. Was sich Walz jedoch fragte: „Warum haben Sie sich ein Jahr lang nicht gerührt?“ Er hätte doch reinen Tisch machen können.

Aus Angst vor einer Gefängnisstrafe und der drohenden Auslieferung nach Italien sei er herzkrank und depressiv geworden, unfähig zu reagieren, sagte der 33-Jährige. Walz und seine Schöffen fiel die Entscheidung schwer. Sie verurteilten den Italiener zu zwei Jahren Gefängnis – setzten die Strafe aber zur Bewährung aus. „So knapp wie Sie ist schon lange keiner mehr am Gefängnis vorbeigeschrammt“, sagte Amtsgerichtsdirektor Walz.

Die Bewährung werde sein Lieblingsverfahren, mit Argusaugen werde er verfolgen, ob er sich nichts mehr zuschulden kommen lässt.

Wollte er mit den Waffen Verbrechen verüben? Oder brauchte er Pistolen, um sich vor Racheaktionen der Mafia zu schützen, wie er dem Gericht erzählte? Die Ndrangheta in Kalabrien sei hinter ihm her, er habe zwei Waffen des früheren Freundes nicht gut versteckt. Er erhielt einen Drohbrief von ihm: Deshalb habe er zwei weitere Waffen zum eigenen Schutz besorgt.

Strafrichter Karl-Michael Walz tat sich schwer, ihm diese Version abzunehmen. Kurz vor dem Prozess hatte die Kriminalpolizei nach einem anonymen Anruf in seinem Garten eine Waffe gefunden. Am Donnerstag, ein paar Stunden vor der Verhandlung, übergab der Angeklagte der Kripo eine Schrotflinte. Was sich Walz jedoch fragte: „Warum haben Sie sich ein Jahr lang nicht gerührt?“ Er hätte doch reinen Tisch machen können.

Aus Angst vor einer Gefängnisstrafe und der drohenden Auslieferung nach Italien sei er herzkrank und depressiv geworden, unfähig zu reagieren, sagte der 33-Jährige. Walz und seine Schöffen fiel die Entscheidung schwer. Sie verurteilten den Italiener zu zwei Jahren Gefängnis – setzten die Strafe aber zur Bewährung aus. „So knapp wie Sie ist schon lange keiner mehr am Gefängnis vorbeigeschrammt“, sagte Amtsgerichtsdirektor Walz. Die Bewährung werde sein Lieblingsverfahren, mit Argusaugen werde er verfolgen, ob er sich nichts mehr zuschulden kommen lässt

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