Dienstag, 6. Januar 2015

Bischof Wesolowski vom Vatikan wegen Kinderpornos verhaftet

Pikante Details im Fall um den verhafteten Ex-Bischof Jozef Wesolowski: Auf dem Computer des vatikanischen Botschafters wurden offenbar Zehntausende Kinderpornos gefunden. Neben intensiven Kontakten zur Szene, soll Wesolowski auch einen Komplizen gehabt haben.




Auf dem Computer des ehemaligen vatikanischen Botschafters Jozef Wesolowski sollen Ermittler nach einem italienischen Medienbericht 86.000 kinderpornografische Fotos gefunden haben. Wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete, seien zudem 130 Videos von Kindern in erotischen Posen auf dem vatikaneigenen Dienstcomputer in der Nuntiatur in der Dominikanischen Republik nachgewiesen worden. Der 66-jährige polnische Geistliche soll laut dem Bericht intensive Kontakte zur Kinderpornografie-Szene gehabt haben. 


Hausarrest! Vorwurf des sexuellen Missbrauchs

Wesolowski war am Dienstag vom Vatikan unter Hausarrest gestellt worden. Der vatikanische Staatsanwalt wirft ihm sexuellen Missbrauch und den Besitz kinderpornografischen Materials vor. Wesolowski soll als Nuntius in der Dominikanischen Republik Minderjährige für sexuelle Handlungen bezahlt haben. Als vatikanischer Staatsbürger muss sich der polnische Geistliche in den kommenden Monaten vor dem Gericht des Vatikanstaats verantworten. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft.


Weiter berichtete der "Corriere della Sera", Ermittlungen gegen Wesolowski seien auch in anderen Ländern aufgenommen worden, in denen er früher als Diplomat des Heiligen Stuhls gewirkt habe. Er war zuvor in Kasachstan und weiteren Kaukasusrepubliken sowie in Bolivien tätig. Zudem bestehe der Verdacht, dass Wesolowski bislang unbekannte Komplizen habe.