Sonntag, 24. August 2014

Rocker infiltrieren die Polizei

Was Aussteiger von Rockergruppen wie den Hells Angels, den Red Devils oder den Bandidos berichten, ist eindeutig: Die Banden sie sind höchst aktiv in der organisierten Kriminalität, sie handeln mit Drogen, mit Waffen, mit Frauen.




Ermittlungen gegen die Gruppen gestalten sich oft schwierig, denn wer aussagt, muss in vielen Fällen damit rechnen, dass die Gruppen ein Kopfgeld auf den Verräter aussetzen.


Polizei warnt vor neuen "Geschäftsfeldern" der Rocker

Führende Kriminalbeamte haben in der „Welt am Sonntag“ nun gewarnt, dass die Kriminellen mit Kutte neue Geldquellen erschließen. Ulf Küch, Chef der Kriminalpolizei Braunschweig, sagte: „Geld verdienen die Rocker neben dem Drogenhandel zunehmend mit dem Verkauf von Anabolika und anderen Medikamenten. Dort sind ähnlich hohe Gewinnmargen zu erzielen wie im Drogenhandel, aber das Risiko ist viel geringer.“

Bundesweit gehörten nach Polizeiangaben etwa zwischen 6000 bis 7000 Männer zu kriminellen Clubs. Jedes zehnte Ermittlungsverfahren in Sachen organisierte Kriminalität stehe laut Bundeskriminalamt in Zusammenhang mit Rockern.


Warnung vor Infiltration der Polizei

Außerdem beobachten die Behörden dem Bericht zufolge zwei weitere Entwicklungen: Nachdem die Rockerclubs früher relativ ausländerfeindlich waren, würden etwa in Berlin zunehmend türkische, kurdische oder arabische Clans ganze Ableger übernehmen. Das Gefährliche daran: Diese Clans agierten noch offensiver.
Der Berliner Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra warnte dem Bericht zufolge, dass zunehmend auch die Polizei infiltriert würde.

So gibt es derzeit den Verdacht, dass Polizisten Geheimnisse an Rocker mit Migrationshintergrund verraten hätten. Bekannt sind die Rockerbanden auch dafür, sich heftige Streits um Einflussbereiche zu liefern. Immer wieder kommt es zu massiven Gewalttaten. In diesem Sommer gab es etwa eine Schießerei in Frankfurt , bei der vier Männer verletzt wurden.