Mittwoch, 20. August 2014

Mafiaboss wollte als Frau untertauchen

Der Mafia-Boss Aldo Gionta (42) wurde am Samstag im Hafen von Pozzalla auf Sizilien festgenommen. Polizisten schnappten den flüchtigen neapolitanischen Camorra-Anführer als er sich gerade auf einer Fähre nach Malta absetzen wollte, wie der „Telegraph“ schreibt.

Für seine Flucht hatte sich der Gangster verkleidetet: Getarnt mit Perücke, Frauenkleidern und Absätzen!



So konnte er vermutlich auch vorherigen Festnahmeversuchen der Polizei entgehen. Erst am 5. Juni hatten sie in einer Blitz-Aktion zehn seiner Komplizen hochgenommen – doch Aldo Gionta entkam, wie die italienische Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ berichtete.

Doch Gionta ist nicht der typische Mafioso. In Italien trägt der Sohn des berühmten Clan-Gründers Valentino Gionta noch den Beinamen „Dichter-Boss“!

Bekannt wurde Gionta neben der Frauenkleider-Vorliebe auch für „lyrische“ Verse, die er seinem Sohn aus dem Knast schrieb: „Lerne mit einer Maschinenpistole, Schrotflinte und Kalaschnikow zu schießen“, hieß es in einem Brief, der später von Ermittlern beschlagnahmt wurde.


Die Kittchen-Zeilen des Mafia-Bosses wurden berühmt, als ein Sänger aus Neapel sie für einen Songtext verwendete. All dies veranlasste die Zeitung „La Stampa“ zu dem Kommentar: „Die Mafia-Bosse sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.“
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