Dienstag, 26. August 2014

Mafia profitiert von Krise in Italien

Die organisierte Kriminalität profitiert von der Krise in Italien. Unternehmer und Kaufleuteverbände warnen vor wachsendem Wucher in dem von einer schweren Rezession belasteten Land.



Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit seien vor allem die Regionen Süditaliens vom Wucher belastet, in dem das organisierte Verbrechen stark ist.

Besonders gefährdet seien die Regionen Kampanien und Kalabrien. Am geringsten vom Wucherproblem betroffen seien dagegen Südtirol und Trentino sowie Friaul Julisch Venetien, geht aus der Studie hervor.

In den vergangenen zwei Jahren haben die Banken den italienischen Familien und Unternehmen 100 Milliarden Euro weniger Kredite als im Zeitraum 2010-2011 gewährt.

Dies entspricht einem Minus von 1,9 Prozent bei Krediten an Familien. Bei Krediten zugunsten von Unternehmen liegt der Rückgang bei 8,8 Prozent, geht aus einer neu veröffentlichten Studie des Handwerkerverbands CGIA hervor.

Zugleich sei die Zahl der faulen Krediten in diesem Jahren stark gewachsen und auf ein Rekordhoch von 168 Milliarden Euro geklettert. Wegen des hohen Steuerdrucks in dieser schwierigen Rezessionsphase würden vor allem immer mehr Kleinunternehmer in die Hände der Mafia geraten.
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