Mittwoch, 9. Juli 2014

Polizei verhaftet Dutzende Mafiosi in Spanien

Sie sollen Drogen aus Kolumbien in Europa verkauft haben: Mehr als zwei Dutzend Mitglieder der italienischen Mafia wurden in Spanien festgenommen. Bei der Aktion stellte die Polizei auch Waffen und Bargeld sicher.

Restaurant Bella Napoli - Durchsuchtes Restaurant in Madrid:
Rauschgifthandel im großen Stil


Die spanische Polizei hat mehrere Niederlassungen der italienischen Mafia in Spanien zerschlagen. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen wurden im Raum Madrid etwa 30 Verdächtige festgenommen. Das Ziel der Polizeiaktion sei es gewesen, den in Spanien agierenden Mafia-Gruppen der Camorra einen Schlag zu versetzen.

Den Festgenommenen werde der Schmuggel von Rauschgift aus Kolumbien nach Spanien vorgeworfen. Von der Iberischen Halbinsel aus sollen sie die Drogen nach Italien und in andere europäische Länder gebracht haben. Die Einnahmen aus diesen Geschäften haben sie über ein Netz von Scheinfirmen in Spanien gewaschen, wie die für Korruption zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte.

Bei den Hausdurchsuchungen in der spanischen Hauptstadt Madrid wurden demnach große Mengen Bargeld, Drogen und Waffen sichergestellt.

An den Ermittlungen war neben der spanischen Justiz auch die Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Neapel beteiligt. Die Mafiosi sollen jetzt von einem Richter befragt werden. Ihnen wird neben Geldwäsche auch Drogenhandel, Steuerbetrug sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation zur Last gelegt.