Samstag, 5. Juli 2014

Papst Franziskus lebt gefährlich

Jetzt hat er alle Mafiosi und Konsorten zum Teufel gejagt und damit einen Tanz angesagt, dessen Takt und Ende völlig offen sind.




Bisher hat noch keiner überlebt, der sich mit der Mafia angelegt hat. Als 1993 sein Vorvorgänger harte Worte gegen die Mafia richtete, starben unerklärlich einige Priester und eine Bombe explodierte an der Kirche San Giovanni in Laterano. Dann verlief alles wieder im Sande. Sein Vorgänger distanzierte sich zwar in höchst arabesker Wortakrobatik, schickte aber den Mafiosi doch seinen päpstlichen Segensgruß anlässlich einer Heirat. Natürlich hat die Mafia dafür bezahlt!




Und jetzt die pauschale Exkommunizierung der Mafiosi durch den Draufgänger mutig in deren Land und nicht in Rom. Tödlich für die Mafiosi ebenso wie für deren Kollaborateure in der Catholica und der Politik. Tödlich für die Mafiosi, weil ihnen damit der Mantel der Scheinheiligkeit entrissen wird, ebenso wie ihre katholischen Rituale.

Nicht nur die „Santa“ (Führung der ’Ndrangheta) ist von den ersten Plätzen an der Kommunionbank verjagt, der Hl. Michael ist nicht mehr Schutzpatron der Mafiosi in Kalabrien. Die engen Verbindungen der Mafia-Clans zu den Pfarreien sind ab sofort tabu. Dabei traf der Bannstrahl des Pontifex alle Mafiosi mit den Worten: "Diejenigen, die den falschen Weg wählen, wie auch die Mafiosi, sind nicht in der Gemeinschaft mit Gott. Sie sind exkommuniziert".

Tödlich also auch für Kleriker und der Catholica nahe stehende Institutionen, die schmutziges Geld der Mafia über Spenden und andere Geldgeschäfte gewaschen haben, die Mafia gedeckt oder zum eigenen, bzw. zum Vorteil der Kirche genutzt haben.

So wie der einfältige Pfarrer, der das 3-jährige Mafiaopfer ohne wenn und aber und ohne zu hinterfragen mit allem Pomp beerdigt hatte und sich jetzt wundert, dass sein Pontifex die Sache nicht auf sich beruhen lässt. Oder wie beispielhaft jener Bischof im Film “Der Pate“, der dem Mafiaboss großzügig Mord und Totschlag vergibt. Natürlich hat die Mafia dafür bezahlt!

Und tödlich auch für alle Politiker und Wirtschaftsbosse, die sich zwar gerne wortgewaltig zu Verteidigern des christlichen Abendlandes aufplustern, in ihren Werken aber keine Spur von Christlichkeit erkennen lassen. Vorne beten und hinten treten ist nicht mehr! Teilnehmer an mafiösen Strukturen in allerlei Geschäften sind nämlich nach den Worten des Pontifex auch exkommuniziert.

Nicht nur Politiker mit dem „C“ im Parteinamen müssen sich ab sofort demütig fragen, ob ihr christliches Aushängeschild sich wirklich in ihren demokratischen Werken nieder- schlägt. Der Kirchensteuereinzug durch den Staat ist da keine Entschuldigung!

Und das der Catholica eingestandene Arbeitsrecht außerhalb des für alle geltenden Rechts schon gar nicht! Eine Warnung sollte der Banker am Strick unter der Londoner Brücke sein, als ein Skandal in den Finanzen des Vatikans aufflog. Natürlich hat die Mafia dafür bezahlt!

Der Tanz mit dem Teufel hat gerade erst begonnen. Mit seiner Ächtung hat der Pontifex mafiösen Aktivitäten den Wind aus den Segeln und den heiligen Schein genommen. Ab sofort bläst der Wind scharf von vorn. Lang lebe der Pontifex! 

CMM.