Dienstag, 15. Juli 2014

20 Schüsse, viele Verletzte - Mafia-Morde?

Blut, Patronenhülsen, herrenlose Luxuskarossen. Spezialisten der Polizei sichern in Erfurt-Nord die Spuren eines Verbrechens, das die Handschrift der Mafia trägt...




Sonntagmorgen, 1.30 Uhr: Im Gewerbegebiet An der Lache peitschen Schüsse durch die Nacht. Was Anwohner zunächst als harmlose Böllerei abtun, entpuppt sich bald als brutale Bluttat.

Zwei Armenier (27, 57) sinken im Eingangsbereich einer Spielhalle verletzt zu Boden. Eines der Opfer schwebt laut Polizei noch immer in Lebensgefahr.




„Es sollen mindestens 20 Schüsse abgefeuert worden sein“, bestätigte Staatsanwalt Hannes Grünseisen. Zwei Männer seien vom Tatort geflüchtet, wollen Zeugen beobachtet haben. Ihr Auto – einen teuren Mercedes – ließen sie mit offenen Türen zurück. Die genauen Umstände der Tat bleiben vorerst im Dunkeln. Gestern untersuchten LKA-Spezialisten drei weitere in der Nähe des Tatorts entdeckte verdächtige Luxus-Karossen auf eventuelle Spuren.

Weil alles auf organisierte Kriminalität hindeutet, übernehmen Experten der Staatsanwaltschaft Gera die Ermittlungen.


Kein leichtes Unterfangen! Für die Vernehmung der Opfer müssen Armenisch-Dolmetscher her. Ob die Verletzten allerdings überhaupt sprechen, ist fraglich. Üblicherweise zieht man es vor zu schweigen. Schließlich klärt man derlei Angelegenheiten lieber selbst...
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