Donnerstag, 15. Mai 2014

...Politiker von allen guten Geistern verlassen

Ab September lösen sich angeblich alle unsere Wirtschaftsprobleme in der EU und wir werden einen massiven, historischen Aufschwung erleben. Nein, ich bin weder plötzlich dem Alkohol zugetan, noch von bösen "Dämonen" befallen.

Ab September steigern nämlich Prostitutierte und Drogenhändler das BIP in der EU. Selbstverständlich gehören dazu dann auch Ausgaben für Kampfmittel und Rüstungsgüter (Krieg wird somit das reinste Konjunkturpaket). Nicht zu vergessen sind natürlich auch andere boomende und für uns hier in Deutschland sehr wichtige Industriezweige, wie etwa der gute alte Tabakschmuggel.


Den größten Teil der Drogen, der für Europa bestimmt ist, wird über Spanien eingeschleust - wie hier im Hafen von Coruna in Spanien.


Das kriminell-kriegerische Konjunkturplus in der EU kann also kommen. Und hier geht es übrigens um beeindruckende Summen und nicht nur um Taschengeld. Sehen wir uns doch mal den Geschäftsbericht der Mafia an.

Das italienische Forschungsinstitut Demoskopia hat eine Studie zu den Geschäften der Ndrangheta vorgelegt, wonach alleine die kalabrische Mafia-Organisation aus 2013 über 53 Milliarden Euro umgesetzt hat - mehr als die Deutsche Bank und McDonalds zusammen. Insgesamt soll die kalabrische Ndrangheta kanpp 4%  des italienischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) erwirtschaften. 

Die 'Ndrangheta wird dabei als ein "normaler" Teil der Produktionswelt angesehen“, sagt Wirtschaftsfachmann Raffaele Rio, der Autor der jetzt veröffentlichten Studie. Die größte Einnahmequelle ist dabei das Drogengeschäft mit geschätzten 24,2 Milliarden Euro, gefolgt von der Geldwäsche, die den kalabrischen Clans einen Profit von 19,6 Milliarden Euro gesichert hat. Da kein Mensch die Zahlen genau kennt, werden sie natürlich von Regierungsstatistikern geschätzt und überdies offiziell in das Wirtschaftsvolumen einbezogen. Selbstredend gehen die Zahlen in offiziellen Wirtschaftsbericht eines Landes ein und nennen sich Bruttosozialprodukt. Diese Milchmädchenrechnungen werden von deutschen Politikern ebenso adaptiert und entsprechend in die Wirtschaftsberichte berücksichtigt, wie in Frankreich, Spanien, England oder Griechenland. 
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