Donnerstag, 22. Mai 2014

Camorra-Boss will auspacken - und die Mafiosi zittern

Ein Boss der kampanischen Camorra will Medienberichten zufolge auspacken - und etliche Mafiosi sowie Unternehmer zittern. Wie die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Donnerstag berichtete, arbeitet der „’O Ninno“ genannte Antonio Iovine (50), Chef des Casalesi-Clans, seit kurzem mit Anti-Mafia-Ermittlern in Neapel zusammen. 




Diese interessiert vor allem, was Iovine über die Aktivitäten und Beziehungen seines Clans aussagt. Dieser zählt zu den mächtigsten der Camorra. Wenn Iovine plaudert, könnten auch Namen von Politikern fallen, die der Mafia nahestehen.


Haftzelle von Antonio Iovine


Der Camorra-Boss, zu lebenslanger Haft verurteilt, war 15 Jahre lang untergetaucht und 2010 in seinem Versteck in Casal di Principe aufgespürt worden. Sein Motiv könnte sein, Straferleichterungen zu bekommen. „Er ist einer, der alles weiß“, schreibt der italienische Anti-Mafia-Autor Roberto Saviano: „Die Erde bebt jetzt unter einem Großteil der Unternehmerschaft, der Politik und Teilen der Institutionen.“ 

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