Dienstag, 14. Januar 2014

Opfer fürchtete sich vor Ost-Mafia

SPÖ-Politiker in Wien in die Luft gesprengt.

Das Ergebnis der Obduktion der zwei Männer, die auf der Nacht zum Samstag mit einer Handgranate in Wien getötet wurden, wird voraussichtlich am späten Montagnachmittag vorliegen. Die Hintergründe sind nach wie vor rätselhaft.

"Bis zum Vorliegen des Obduktionsergebnisses können wir nichts ausschließen", sagt Polizeisprecher Thomas Keiblinger, "auch wenn die bisher durchgeführten Zeugenbefragungen auf einen Unfall schließen lassen." Die Handgranate ist laut Spurensicherung innerhalb des Autos gezündet worden. Bei den Opfern handelt es sich um einen 57-jährigen Deutschen und einen Lokalpolitiker aus Oberösterreich. Der 45-Jährige war SPÖ-Gemeinderat in Mondsee.







Vizebürgermeister schockiert

"Wir sind alle sehr vor den Kopf gestoßen", erklärt dessen Parteikollege Vizebürgermeister Franz Vockner. Der Familienvater habe seit rund 20 Jahren in Mondsee gelebt, persönlich habe er ihn seit 2009 gekannt, sagt der Vizebürgermeister der Marktgemeinde am Montag der APA. Für ihn, Vockner, sei unvorstellbar, "dass so etwas passiert ist".


Die beiden Männer wiesen massive Verletzungen aufgrund der Explosion auf. Dadurch sei es theoretisch möglich, dass eventuelle andere Verletzungen - etwa durch ein Messer oder ein Projektil - erst durch die Obduktion festgestellt werden könnten, erläuterte Polizeisprecher Keiblinger. Deshalb müsse man das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung unbedingt abwarten.
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